Leben mit Gliom

Ernährung mit Hirntumor

Dass eine ausgewogene Ernährung wichtig ist, wissen wir alle – ob mit Krebserkrankung oder ohne. Ein Hirntumor kann jedoch besondere Herausforderungen wie Schluck-/Kaubeschwerden, Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Gewichtsveränderungen (z. B. durch Kortison) mit sich bringen.
Ihre Ernährung muss daher auf Ihre individuellen Beschwerden und Bedürfnisse ausgerichtet werden. Sprechen Sie sich dazu unbedingt mit Ihrem Behandlungsteam ab.
In manchen Fällen kann eine Ernährungsberatung oder eine Ernährungstherapie sinnvoll sein. Anlaufstellen finden Sie auch hier auf dieser Webseite, im Bereich Patientenorganisationen.
Sie sollten unbedingt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn:
Sie ungewollt Gewicht verlieren, Ihr Appetit dauerhaft ausbleibt oder Sie Essen zunehmend als Belastung empfinden (z. B. weil die Schluckmotorik durch den Tumor beeinträchtigt ist).

Ernährung ist immer individuell.

Ihre Ernährung sollte diese Ziele verfolgen:

Nährstoffmangel/Mangelernährung und Untergewicht vorbeugen

Den Körper und seine Leistungsfähigkeit bei der Behandlung unterstützen

Kochen und Essen als Lebensfreude und/oder Entlastung erleben

Vorsicht bei so genannten „Krebsdiäten": Es gibt keine Belege dafür, dass sich Krebs durch eine bestimmte Ernährungsform heilen lässt.

Bei bestehender oder drohender Mangelernährung können einschränkende Diätvorschriften sogar schädlich sein.
Grundprinzipien
Ernährung ist immer individuell – entscheidend ist also, was Ihnen persönlich guttut. Nicht jeder der nachfolgenden Tipps ist für jede Person passend, aber für viele Hirntumorbetroffene haben sich diese Grundsätze bewährt:

Ernährung rund um die Therapie

Buch-Tipp

DIE ENÄHRUNGS-DOCS: UNSERE ANTI-KREBS-STRATEGIE
Die Ernährungs-Docs aus der gleichnamigen NDR-Serie sind renommierte Ärztinnen und Ärzte, die unter dem Motto „Essen als Medizin“ Ernährungstipps ohne falsche Heilversprechen geben. In ihrem Buch beantworten die Expert:innen zahlreiche Fragen zur Ernährung mit Krebs und haben 70 Rezepte für den Alltag erarbeitet.

Bewegung mit Hirntumor

Geistige und körperliche Aktivität kann die Lebensqualität steigern – das gilt für alle Menschen, unabhängig von ihrem Gesundheitszustand. Um das für Sie richtige Maß herauszufinden, hören Sie auf Ihren Körper und sprechen Sie bei Unsicherheiten mit Ihrem Behandlungsteam. Wenn Sie ein sportlicher Mensch sind und sich nach Ihren Behandlungen fit fühlen, können Sie Ihre Sport-Routine wie gewohnt fortführen.

Regelmäßige Aktivität kann zu folgenden Veränderungen führen:

Steigerung von Energie, Schlafqualität und Appetit
Verringerung von Schmerzen, Ängsten und Erschöpfung
Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens

Aktivitäten, die für Sie in Frage kommen könnten:

Walking
Spazieren/ Wandern
Gym
Krafttraining
Yoga
Yoga/Tai Chi
Pilates
Pilates
Gardening
Gartenarbeit
Puzzling
Puzzeln
Handicraft
Handarbeit

Jede Aktivität, die ein gutes Gefühl hinterlässt, ist zu empfehlen.

Es hat sich gezeigt, dass eine abwechslungsreiche Routine hilft, die Motivation beizubehalten und mit Spaß bei der Sache zu bleiben. Probieren Sie also gerne verschiedene Aktivitäten aus, ohne dabei einem sturen Muster zu folgen – es sei denn, die Routine schenkt Ihnen Sicherheit und tut Ihnen gut.